Die Bremer Volkshochschule wurde im vergangenen Jahr 100 Jahre alt und hatte zur Feier dieses runden Geburtstages parallel zum klassischen Programmheft ein Jubiläums-Programm mit Lernsalons veröffentlicht. In 100 kostenlosen, einmaligen Veranstaltungen haben Bremer Persönlichkeiten und Institutionen im Lauf des letzten Jahres ihre Türen geöffnet und ihr Wissen geteilt. Dieses besondere Angebot stand in der Tradition der Salons der Zwanzigerjahre kurz nach der Gründung der VHS.  Man kam zusammen, um nachzudenken, Wissenswertes zu erfahren, zu sehen und gesehen zu werden, zu diskutieren und sich auszutauschen.

Die Schüler des LK Pädagogik der Q2 schauten hinter die Kulissen der Straffälligenhilfe, der Bremer Tafel oder eines Herzzentrums und erhielten exklusive Informationen aus erster Hand. Eines war im vergangenen Jahr noch so wie zur Blütezeit der Salons: Die Plätze waren limitiert. Je nach Lernsalon konnten zwischen 5 und 50 Personen teilnehmen. Die Teilnahme war kostenlos. Die Einzelveranstaltungen fanden am späten Nachmittag statt und dauerten meist 1,5 Stunden.

Die SchülerInnen und Schüler des LK Pädagogik Q2 von Frau Sanders waren dabei!

Schülerstimmen:

„Mir hat dieser Workshop besonders gut gefallen. Ich war überrascht als ich gesehen habe, dass so viele Menschen zur Bremer Tafel gehen und sogar Menschen, die studieren oder vor allem die ganzen Rentner (hat mich auch geschockt). Ich finde es gut, dass die Tafel auch Lebensmittel anbietet, die sonst weggeschmissen (verschwendet) worden wäre, obwohl sie noch gut sind.“

„Die Veranstaltung war meiner Meinung nach sehr informativ, aber nicht über das wesentliche Thema. Wir wollten einen näheren Einblick in das Thema der Straffälligkeit sehen, jedoch wurde in der Veranstaltung das Thema verfehlt und über anderes gesprochen, die uns beiden nicht interessiert haben. Die Veranstaltung hat mir persönlich nichts gebracht ich war sehr enttäuscht nach der Veranstaltung.“

„Es war interessant zu sehen wie es innerhalb einer JVA aussieht und einen Einblick in die künstlerische Arbeit von Häftlingen zu kriegen. Leider durften die Häftlinge aufgrund eines Stromausfalles nicht anwesend sein, daher konnten wir nicht mit den Häftlingen ins Gespräch kommen, dennoch war der Einblick insgesamt spannend. Nach dem Workshop wurden wir zu einer Ausstellung eingeladen wo die Werke von Häftlingen ausgestellt werden.“

„Die PowerPoint war sehr informativ, jedoch waren es Themen, die man im Geschichtsunterricht behandelt hat – nur nochmal ein wenig detaillierter. Die danach folgende Erdbunkerführung war sehr beklemmend, jedoch spannend. Im Großen und Ganzen ein Ausflug, der okay war.“

„Es war ein interessanter Besuch beim Klinikum Links der Weser. Man bekam verschiedene Einblicke in die verschiedenen Bereiche der Thoraxklinik und auch Einblicke in zwei Berufe, was ich sehr gut organsiert fand. Auch durften wir in eine Art OP. Zudem waren die Veranstalter und Organisatoren sehr freundlich und offen für Fragen“

„Wir waren zu Gast bei der Bildhauerwerkstatt und haben dort einen Einblick bekommen wie die Häftlinge dort arbeiten. Uns wurde erzählt, dass der Aufenthalt wie ein richtiger Job zählt und acht Stunden gemacht werden muss, damit sich was verdient wird. Leider hatten wir nicht die Möglichkeit mit den Häftlingen selber zu sprechen, da der Strom dort ausgefallen ist und das Notrufhandy damit auch, jedoch konnten die Betreuenden uns vieles erzählen wie sie dort arbeiten, was sehr interessant gestaltet wurde. Wir durften uns im Gebäude frei bewegen. Wir sahen viele fertige Kunstwerke, aber auch Werke, die gerade noch bearbeitet werden. Wir sahen sehr viel Kreativität und manche haben wirklich ein Talent fürs Detail. Trotzdem, das wir nicht selbst mit den Häftlingen reden konnten war es sehr interessant und seinen Blick wert. Und es gab Kekse!“

„Es war ab und zu spannend und ich hätte auch nicht gedacht, dass es dort so viel Essen gibt, aber es war auch oft langweilig, da der Herr viel zu viel geredet hat. Was ich auch nicht so gut fand sind die Arbeitszeiten dort. Wenn man Schüler ist oder einen Beruf hat, dann bekommt man das gar nicht hin (die fangen meist schon gegen 11 Uhr an bis zum späten Nachmittag). Ich finde es aber positiv, dass Leute mit nicht so viel Einkommen, sich dort günstig was holen können. Die Tafel an sich ist positiv nur der Workshop war etwas langweilig gestaltet (da zu viel geredet).“

„Es war interessant einen Einblick in die Arbeit von Pflegern auf der Herzstation zu gewinnen. Uns wurden Wundversorgung, Instrumentenreinigung und Erste Hilfe Maßnahmen gezeigt. Zum Abschluss durften wir noch einen OP-Saal besuchen, in dem künstliche Herzklappen eingesetzt werden und dies durch Röntgen überwacht wird.“

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